Wasser ist unsere grösste Herausforderung und unsere Verantwortung

Wir leben und spielen in einer Landschaft, deren Wasserhaushalt sich verändert. Weniger Niederschläge, längere Trockenphasen und steigende Temperaturen stellen auch unsere Golfanlage vor neue Aufgaben. Der Golf- und Country Club Seddiner See hat darauf eine Antwort entwickelt: einen eigenen Wasserkreislauf, der den Platz unabhängiger macht und gleichzeitig den Seddiner See entlastet. Was hier entsteht, ist mehr als eine Beregnung. Es ist eine langfristige Strategie für die Zukunft unserer Anlage. Unser Weg auf einen Blick:
 

  • Verzicht auf Wasserentnahme aus dem Seddiner See
  • Reduzierung der Grundwasserentnahme
  • Aufbau eines eigenen Speichersystems mit elf Seen
  • Verbindung und intelligente Steuerung der Wasserflächen
  • Nachhaltige Sicherung der Bewässerung für kommende Generationen

PROBLEM / REALITÄT

Brandenburg ist die niederschlagsärmste Region Deutschlands. Jn den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Seddiner Seenkette spürbar an Wasser verloren. Der Große Seddiner See lag im Sommer 2024 rund 1,20 Meter unter seinem regulären Pegel. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an unsere Spielflächen.

Ein Golfplatz dieser Qualität benötigt Wasser, aber nicht um jeden Preis und nicht zu Lasten der Landschaft, in der er liegt. Diese Herausforderung anzunehmen und aufzulösen, ist der Kern unserer Strategie.

Eine bewusste Neuausrichtung

Mit Weitblick und Verantwortung gestalten wir die Zukunft unserer Golfanlage.

Im Oktober 2024 haben wir gemeinsam mit der Gemeinde Seddiner See und der Unteren Wasserbehörde einen wichtigen Schritt eingeleitet: den freiwilligen Verzicht auf die Wasserentnahme aus dem Seddiner See und den Aufbau eines eigenen Wasserkreislaufs auf der Golfanlage. Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühjahr 2024/2025 und den noch nicht aufgebauten notwendigen Speicherstrukturen hat der Sommer 2025 gezeigt, wie herausfordernd dieser Weg sein kann. Im Winter 2025/26 konnten die entscheidenden Maßnahmen begonnen werden. Heute zeigen mehr gefüllte Speicherseen, ein verbesserter Platzzustand und ein reduzierter Wasserverbrauch, dass der eingeschlagene Weg funktioniert. 

 

Bereits begonnene bzw. umgesetzte Maßnahmen:
 

  • Verzicht auf Wasserentnahme aus dem Seddiner See
  • Verbindung erster Speicherseen durch ein Rohr- und Pumpsystem
  • Erhöhung von Stauniveaus zur Verbesserung der Wasserspeicherung
  • Anbindung des Pappelweihers an das Wassersystem
  • Verlegung der Trafostation
  • Schilfrückschnitt zur Reduzierung von Verdunstungsverlusten
  • Optimierung der Beregnungstechnik

Massnahmen

Drei Horizonte. Ein Ziel.

Trafostation am LSA verlegt, Schilf reduziert, Abflussregulierung am LSA und LSX installiert, erste Rohrverbindungen hergestellt.

 

Bezeichnungen:
LSA = Lake south zwischen Loch 9 und 18
LSB - Lake south zwischen Loch 14 und 15
LSC = Lake south zwischen Loch 3 und 14
LSX = Lake south zwischen Loch 7 und 8
LND - Lake north zwischen Loch 5 und 16

Verbindung der Speicherseen LSA, LSB, LSC und LSX durch ein steuerbares Rohr- und Wehrsystem. Erhöhung der Maximalstaue. Wiederherstellung des LSX mit Erweiterung auf 6.000 m2 und 3,5 Metern Tiefe. Sanierung und Abdichtung des LND.

Zusätzlicher Speichersee mit über 100.000 m3 Volumen. Anschluss an die Nieplitzüberleitung gemeinsam mit Gemeinde und Förderverein.

Zahlen & Fakten

Die wichtigsten Kennzahlen unseres Wassermanagements auf einen Blick.

Ein System statt einzelner Gewässer

Elf Speicherseen bilden heute das Fundament unseres Wasserkreislaufs und ermöglichen eine gezielte Verteilung der verfügbaren Ressourcen.

Verantwortung für den Seddiner See

Seit 2025 wird kein Wasser mehr aus dem Seddiner See für die Bewässerung der Golfanlage entnommen

Wasser speichern statt entnehmen

Durch den Ausbau und die Optimierung eigener Speicherflächen schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Bewässerung der Anlage.

Der eingeschlagene Weg wirkt

Die bisherigen Maßnahmen zeigen bereits ihre Wirkung: Unser Wassermanagement wird effizienter und vorhandene Ressourcen werden gezielter eingesetzt.