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DGV-Umweltprogramm: Bronze-Zertifizierung für den Golfclub Seddiner See

Seit Herbst 2005 engagiert sich der Golf- und Country Club Seddiner See beim DGV-Umweltprogramm "Golf und Natur". Nun wurde die Golfanlage am Seddiner See für ihre erfolgreichen Bemühungen mit der Bronze-Urkunde ausgezeichnet. Insgesamt 38 der rund 650 deutschen Golfclubs nehmen zur Zeit auf freiwilliger Basis an diesem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt finanziell geförderten Projekt teil. Davon wurden bisher 13 Golfanlagen mit dem Bronze-Zertifikat ausgezeichnet, eine Golfanlage mit dem Silber-Zertifikat.

Dass die Belange des Landschafts- und Naturschutzes und die des Golfsports sich in vielen Punkten nicht widersprechen, sondern eher ergänzen bzw. die gleiche Zielrichtung verfolgen – diese Erkenntnis hat sich mittlerweile selbst bei renommierten Naturschutzorganisationen weitgehend durchgesetzt. Ökonomie und Ökologie müssen nichts zwangsläufig ein Gegensatz sein. Für AG-Vorstand Horst Schubert, der vor seiner Tätigkeit in der Golfbranche u.a. etliche Jahre im betrieblichen Umweltmanagement eines Industrieunternehmens tätig war, war diese nicht neue Erkenntnis die Grundlage zur Teilnahme an dem DGV-Projekt.

Der definierte Anspruch der Golfanlage am Seddiner See, zu den Top-Golfanlagen in Deutschland zu zählen, beschränkt sich nicht auf schnelle Grüns und ein erstklassiges Platzdesign, sondern betrifft alle Bereiche des Unternehmens – also auch das betriebliche Umweltmanagement. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der GCC Seddiner See AG, Klaus Kosakowski, stellte hierzu im Rahmen der Urkundenverleihung fest: "Unsere Aktionäre und Mitglieder fordern von uns sogar, dass wir umweltbewusst arbeiten".

Eine der zahlreichen im Rahmen der Projektteilnahme im Herbst / Winter 2006 / 2007 realisierte Maßnahmen ist die umfangreiche GPS-Vermessung der gesamten Golfanlage am Seddiner See. Durch die Aufnahme von rund 20.000 GPS-Messpunkten wurden alle wesentlichen Flächen der insgesamt 185 Hektar großen Golfanlage zentimetergenau digital erfasst und dokumentiert. Mit Hilfe einer entsprechenden Spezial-Software können nun auf den Quadratmeter genaue Flächenberechnungen, beispielsweise für jedes einzelne Grün der Golfanlage, vorgenommen werden. Diese Ergebnisse haben wiederum Auswirkungen z. B. auf die Düngepläne und die dort berechneten auszubringenden Düngermengen bzw. auf die Einstellungen des Beregnungssystems.

Die Arbeiten für nächste Stufe im Zertifizierungsverfahren, die Urkunde in Silber, sind bereits in vollem Gange. Und deshalb ist die Prognose von Dr. Gunther Hardt über den Projekt-Fortgang am Großen Seddiner See durchaus realistisch: "Wenn ich das nächste Mal an den Seddiner See komme, dann ist wieder eine Urkunde fällig - aber diesmal in Silber".