Die Seniorenmannschaften


Berichte

Reisebericht nach Bad Saarow im September 2023

 

 Liebe Senioren,

man konnte schon befürchten, dass am zweiten und dritten Spieltag unserer Senioren-Golfreise, das vorhergesagte Wetter erheblich die sportlichen Ambitionen aller 15 Teilnehmer verwässern könnte. Und richtig, mitten in der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch, sind wohl alle durch einen heftigen Donnerschlag aus ihren Siegerträumen (oder Albträumen?) gerissen worden. Ein Blick durch das Hotelfenster ließ nichts Gutes für den kommenden Abschlagmorgen am Mittwoch erahnen – neben grellen Blitzen und krachendem Donner goss es in Strömen.

Aber schon beim Frühstück erkämpfte sich der Morgen wieder einen Platz an der Sonne, die wohl eingesehen hat, dass sie am Dienstag etwas übertrieben zu Werke ging. Da war es drückend heiß, die wehenden Lüftchen ließen Kühlung nur im Minimalbereich zu. Aber dennoch haben alle diesen Tag bestens gemeistert.

Unsere Donnerstag-Senioren waren pünktlich angereist und damit auch rechtzeitig am 1. Abschlag des Stan Eby Platzes. Und schon bei diesem Wettbewerb, gab es gleich den ersten Pechvogel. Klaus-Heinz Roskos (im weiteren Verlauf Rossi genannt) musste sich hinter Folker Boldt – beide jeweils 35 Nettopunkte – mit dem zweiten Platz begnügen. Traditionell gewinnt bei Punktgleichheit derjenige, der die niedrigere Stammvorgabe hat. Dritter mit 31 Nettopunkten wurde Peter Pawlik vor unserm New-Oldie Hubertus Schenkel.

Nach dem Imposanten Nachtgewitter, konnten wir den zweiten Tag bei traumhaft angenehm kühleren Temperaturen den zweiten Wettkampftag auf dem Arnold-Palmer-Platz in Angriff nehmen. Und angegriffen wurde! Die meisten Ergebnisse waren dann auch deutlich besser als am Vortag. Doch die starke Leistungssteigerung von „Rossi“ wurde vom Pechteufel wieder konterkariert. Mit 38 Nettopunkten, drei mehr als am Vortag, reichte es erneut nur zum zweiten Platz. Spielverderber mit ebenfalls 38 Nettopunkten war diesmal Peter Pawlik, der sich über den ersten Platz freuen durfte. Mit 37 Nettopunkten nur knapp geschlagen, wurde erfreulicherweise unser New-Oldie Hubertus Schenkel Dritter im Klassement.

Doch war es sehr bemerkenswert wie Rossis auf die hinterlistige Einmischung des Pechteufel reagiert hat. Er hat eine mathematische Formel präsentiert, die das „Zweite-Platz-Problem“ mit einem Schlag lösen konnte. Es war nicht die Formel der einsteinschen Relativitätstheorie E = mc2, sondern besser noch die Formel 2 x 2 = 1P (2. Platz x 2. Platz = 1Platz). Die beiden zweiten Plätze erbrachten 35 + 38 = 73 Nettopunkte. Damit setzte er sich als Einziger, der in der Gesamtwertung mehr als 70 Nettopunkte erreichen konnte deutlich ab, vor dem Zweiten Peter Pawlik mit 69 Nettopunkten und dem Dritten Hubertus Schenkel mit 67 Nettopunkten.

Unser Glückwunsch gilt allen Sieger des ersten und des zweiten Tages. Einen ganz besonderen Glückwunsch geht an den Gesamtsieger Rossi. Auch als Zweiter geht der Glückwunsch an Peter Pawlik für eine an beiden Tagen sehr konstant gezeigte Spielstärke. Sehr erfreulich ist auch der dritte Platz in der Gesamtwertung, Glückwunsch lieber Hubertus Schenkel.

Am dritten Tag checkten wir als erstes aus und bezahlten unser Zimmer, bevor es dann weiteging zum Nick-Faldo-Platz. Das aja Ressort im Rückspiegel erinnerte mich eher an einen Wirtschaftsbetrieb. Innen erkannte man dann schnell, dass es sich tatsächlich um einen Hotelbetrieb handelt. Architektonisch nicht unbedingt aufregend fiel mir positiv die Weitläufigkeit der Gästebereiche auf. Auch das Personal war ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Die Zimmer waren für unsere Zwecke genau das Richtige, wir wollten ja auch nur zweimal übernachten. Insgesamt war alles zufriedenstellend.

Dieser dritte Tag hatte es dann allerdings insich. 2007 war unsere Reisegruppe schon einmal in Bad Saarow. Ich kann mich nicht erinnern, mit dem Nick-Faldo-Platz ernsthafte Probleme gehabt zu haben. Das war jetzt, 16 Jahre später, deutlich anders. Vernünftigerweise haben wir Hanno Raths Vorschlag angenommen von den blauen Tees abzuschlagen. Trotzdem hatte die Mehrzahl unserer Seniorgolfer das Problem mit dem Abschlag über das lange Rough hinweg das Fairway zu erreichen. Doch im Scramble ist die Chance natürlich deutlich größer, dass einer von drei Abschlägen den Golfball gut ins Spiel bringt. Auch die Tatsache, dass E-Carts auf dem Nick-Faldo-Platz nicht erlaubt sind, machte das Golfspiel nicht gerade leichter.

Umso bewundernswerter, dass alle angetreten sind und die Herausforderung des Platzes mehr oder weniger erfolgreich gemeistert haben. Aber wir waren durch Robert Morrice schon Tage zuvor über dieses E-Cart-Verbot informiert worden und deshalb auch moralisch darauf gut eingestellt.

Rossi hat wieder einmal mit sehr wenigen Ausnahmen sein bestes Golf gezeigt. Bestens ergänzt hat er sich mit seinem Flightpartner Wilhelm Buerklin, und als Dritter im Bunde war ich (Achim Schröter) heilfroh, wenn mir auch hier und da etwas zur Ergebnisverbesserung gelungen ist. Letztendlich hat das dann auch dazu gereicht mit insgesamt 82 Bruttoschlägen auf dem ersten Platz zu landen. Glückwunsch besonders an Rossi und Wilhelm.

Und da ist er schon wieder. Offensichtlich haben wir uns wohl einen Siegertyp eingefangen, der auch noch bestens zu uns passt. Gratulation für den zweiten Scrambleplatz mit 87 Bruttoschlägen für Hubertus Schenkel und seine Mitspieler Folker Boldt und Jan Oberberg.

Als Dritte mit 91 Bruttoschlägen konnten sich dann Petre Pawlik, Bernd Steinauer und Wolfgang Gärsch in die Siegerliste eintragen. Von Peter sind wir das Erreichen vordere Plätze ja gewohnt, doch Bernd und Wolfgang haben offensichtlich ebenfalls ein Siegergen mit in den Flight gebracht.

Das sportliche Fazit lässt erkennen, dass sich drei Seniorgolfer qualitativ positiv in den Vordergrund gespielt haben. Ganz vorne natürlich Rossi, der genauso wie Peter Pawlik und Hubertus Schenkel, alle drei in jeder Disziplin auf dem Siegertreppchen standen. Folker Boldt hat nur ganz knapp das dritte Siegertreppchen verpasst. Aber auch allen anderen Teilnehmern gilt Anerkennung sowie ein ehrliches Dankeschön, denn nicht nur der Golfsport hat uns nach Bad Saarow geführt, sondern auch das Bedürfnis in gesellschaftlicher Gemeinschaft sich zusammenzufinden und auszutauschen. Und das ist insgesamt bestens gelungen.

Ich jedenfalls freue mich auf unsere nächste Reise in 2024. Geplant ist Golf in Fleesensee (Nordeuropas größte Golfanlage) wieder Mitte September.

Beste Grüße

Achim Schröter